Handykamera neue Form der Fotografie

Fotoquelle: © phre3a / sxc.hu
Digitalkameras in Handys und Smartphones haben sich in den vergangenen Monaten stetig verbessert. Viele Geräte verfügen mittlerweile über eingebaute Modelle mit hoher Megapixel-Anzahl, auch die integrierten Video-Funktionen zeichnen bereits Filme in Full-HD-Auflösung mit bis zu 1080p auf. Die Übertragung von erstellten Fotos auf den eigenen PC gestaltet sich hierbei so einfach wie bei einer handelsüblichen Digitalkamera:
Das Smartphone muss lediglich via beigelegtem Datenkabel an den Computer angeschlossen werden, wenige Sekunden später können die selbsterstellten Schnappschüsse auch auf dem großen PC-Bildschirm betrachtet werden. So weit, so gut. Doch können eingebaute Kameras in Smartphones in naher Zukunft wirklich herkömmliche Digitalkameras ablösen? Auch wenn einige Handy-Fans dies bereits jetzt behaupten, die Realität sieht zum momentanen Zeitpunkt ein wenig anders aus.
Gekonnte Photography
“Warum tragen Sie denn noch diese riesige Kamera mit sich herum? Meine Handy-Kamera macht genauso schöne Fotos.” Diese und ähnliche Sätze haben vor allem Besitzer von digitalen Spiegelreflexkameras sicherlich schon öfter gehört. Die vom Smartphone-Besitzer vertretene Meinung wird zumindest durch einen Blick auf das Datenblatt der Handyknipse kurzerhand bestätigt. Um jedoch zwischen reinen Datenangaben und tatsächlichen Richtwerten unterscheiden zu können, benötigt man eine gewisse Prise fotografisches Verständnis.
Checkliste der wichtigsten Punkte
Punkt 1:
Eine gute Digitalkamera besticht nicht durch ihre vorhandene Megapixel-Anzahl. Dieser Irrglaube ist weit verbreitet, dennoch kann eine hochwertig verarbeitete Digitalkamera mit 6 Megapixeln im Schnitt deutlich bessere Aufnahmen erzielen, als eine Handy-Kamera mit 10 Megapixeln.
Punkt 2:
Der eingebaute Zoom bei Handy-Kameras ist oftmals nur digital. Wer an ein Objekt heranzoomen möchte, verschlechtert somit bei jedem Zoomvorgang die Bildqualität erheblich. Allerdings: Einige Mobilfunkhersteller bauen mittlerweile bereits den benötigten optischen Zoom in ihre Smartphone-Modelle ein.
Punkt 3:
Full-HD-Videoauflösungen in Smartphones lassen sich nicht einmal annähernd mit der Bildqualität von echten Full-HD-Camcordern vergleichen. Die hier verwendeten Bildsensoren sind viel zu klein, um tatsächliche HD-Aufnahmen mit 1920×1080 Bildpunkten zu erzeugen, dank geschickter Interpolation pustet der eingebaute Bildprozessor die kleinen Videos schlussendlich wie einen Ballon auf die passende Größe auf.
Fazit
Bis Smartphone-Kameras wirklich die Leistungen einer hochwertigen Digitalkamera erreichen, dürften noch einige Jahre ins Land ziehen. Nach momentanem Stand der Technik eignen sich die handlichen Handy-Modelle jedoch bereits zur Anfertigung von ansehnlichen Schnappschüssen und netten Videofilmen.
Redaktion. GA
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